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kondensa+ION

Auflösung. Wandlung. Verdichtung.
bis September 2021 in St. Matthias, Neuwied

 

kondensa+ION, Martine Seibert-Raken | Foto © Wolf GatowIn und an der St. Matthias Kirche Neuwied tut sich etwas. Projekt ION entwickelt im Prozess die Idee von kondensa+ION. Das Bild einer Wolke trägt viele Inhalte in sich, die jede/r für sich in Gedanken weiterziehen lassen kann. Die Installation von Martine Seibert-Raken ist ein wildes Gebilde aus dünnem Maschendraht, formal so wenig fassbar wie eine Cumuluswolke und mit dem Handelsbegriff „Hasendraht" geradezu poetisch umschrieben.

 

Der Draht ist hochglänzend, hell, oftmals pink und gibt das einfallende Licht zurück: bei hellem Sonnenschein anders als unter trübem Himmel, bei nächtlichem Kunstlicht unter verschiedenen Leuchtmitteln anders, je nach Hintergrund zudem als Schatten auf Boden oder Wand. Die Erscheinung des Lichts bleibt offen, die Cumuluswolke soll wachsen und sich verändern eine Botschaft hinaustragen, so der Wunsch der Künstlerin. In der Umsetzung reichen der Künstlerin ihre Arme und Beine zur Fixierung der Größe. Auf Gerüste steigt sie selbst, der Rahmen des Handelns bleibt für sie immer, und das ist entscheidend, überschaubar. Es ist dieser menschliche Maßstab, der die Kunst von Martine Seibert-Raken unmittelbar zugänglich macht. Auf die Interaktion, auf den Austausch von Mensch zu Mensch, von Werk und Idee zu Mensch kommt es ihr an. Die Arbeit kann transloziert werden, stellt sich immer neuen Blickwinkeln, wird zur selbstverständlichen Kulisse. Diese stellt den Anspruch auf wiederholte Anschauung wie Auseinandersetzung. Ihrer Kunst liegt ein Handwerk zugrunde, doch erst im Sehen, Denken, Erkennen, Nachdenken und vor allem im Gespräch wird die Kunst wirklich erfahrbar. Nicht anders verhält es sich mit dem Glauben, der Sehen, Denken, Erkennen, Nachdenken und Sprechen als sein Handwerkszeug versteht. Gespräche finden vorerst online statt.

 

Aktuelle Infos finden Sie in der Tagespresse sowie auf www.projekt-ion.org/blog.

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