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Liebe Leser des KulturInfo,

seit Anfang März hat uns das Conoravirus nun im Griff. Das kulturelle Leben im Bereich öffentlicher Veranstaltungen ist völlig zum Erliegen gekommen. Veranstalter jedweder Art stehen seitdem vor der Frage, wie es denn nun weitergehen soll. Die Flucht ins Internet blieb als einzige Option. Viele Versuche lokaler Anbieter, die digitalen Medien zur Verbreitung kultureller Angebote zu nutzen, zeigten vielversprechende Ansätze. Auch einfach der Versuch, mit diesen „Lebenszeichen" den Kontakt zum Publikum zu erhalten, fördert die Bindung von Publikum und Anbieter – vom Café Hahn beispielsweise ebenso wie vom Theater der Stadt Koblenz oder dem Schlosstheater in Neuwied.

 

Doch ganz ehrlich – all dies kann erlebte Kunst und Kultur nicht ersetzen. Der Clip eines Konzerts – selbst live gespielt – ist eben kein Konzerterlebnis, eine digitale Museumsführung ersetzt nicht die materielle Auseinandersetzung mit dem Kunstobjekt. Und mit digitaler Kunst hat dies alles natürlich auch nichts zu tun.

 

Trotzdem, die Krise rief die kreativen Kräfte auf den Plan und Erstaunliches wurde zu Wege gebracht. Wer hätte geglaubt, dass das Autokino eine Renaissance erleben könnte. Sogar ganze Filmfestivals wurden ins Autokino verlegt, siehe z.B. das Film-Festival „Heimat Europa" in Simmern. Und dann die Idee, diese für Live-Events umzufunktionieren. So kann man plötzlich Bands wie Völkerball, Comedians wie Tobias Mann oder Schlagerstars wie Ross Anthony bequem aus dem eigenem Autosessel heraus erleben.

 

Der Festivalsommer fällt trotzdem aus, und die Wiedereröffnung der Clubs und Kinos lässt auf sich warten. Die großen Feiern und Feste sind abgesagt – viele um ein Jahr verschoben. Lasst uns dies alles nicht verloren geben. Da ist Unterstützung gefordert! Bitte nehmt die Angebote der Veranstalter ernst und beteiligt Euch an Benefizaktionen und Verlosungen jedweder Art – wir brauchen die Kulturmacher und Vereine, die professionellen ebenso wie die gemeinnützigen, um auch in Zukunft ein breitgefächertes und qualitativ hochwertiges Kulturangebot in der Region nutzen zu dürfen!

 

Auch dieses KulturInfo ist leider wieder eine eher überschaubare Angelegenheit. Aber nachdem schon einmal die Museen wieder öffnen dürfen und kleinere Veranstaltungen mit Wahrung der Abstandsregeln erste Versuche der Wiederbelebung zeigen, erweckt in uns die Hoffnung, dass es bis zum Herbst wieder aufwärts geht.

 

Bedanken müssen wir uns an dieser Stelle wieder bei den verbliebenen Inserenten und dem Mittelrhein-Verlag, die diese zweite „Notausgabe" möglich gemacht haben.

 

Bis bald, und bleibt bitte gesund!

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